🇩🇪 Google-freies Fairphone 5 plus Root

Auch wenn das Fairphone 5 offiziell Google-freie Android-Alternativen unterstĂĽtzt, ist die Installation leider alles andere als einfach.

Daher zeige ich dir in meinem ausführlichen Blogartikel, wie du den Bootloader entsperrst, ohne Google irgendwelche Daten zu liefern, anschließend ein Google-freies Android wie murenaOS bzw. /e/OS target: _blank) oder iodéOS installierst und dein Gerät optional rootest.

Ein ausführliches und exklusives “Anti-Brick-Diagramm” für das Fairphone 5 gibt es on top noch dazu, was dir so manchen Ärger ersparen wird.

Freue mich ĂĽber Feedback!

GruĂź
Christian

Willkommen im Forum und danke fĂĽr den ausfĂĽhrlichen Blog-Artikel.

Eine Anmerkung: beide Systeme sind nicht Google-frei, sondern mehr oder weniger weitgehend von Google befreit. Kuketz hat das letztes Jahr sehr ausfĂĽhrlich unter die Lupe genommen.

Eine weitere Anmerkung (ich hoffe ich verstehe das Diagramm über den kleinen FP Bildschirm korrekt): Nach meinem Verständnis ist es empfehlenswert, nicht ins System zu booten vor dem Sperren des Bootloaders, um die Gefahr eines Brick zu minimieren, denn

GrĂĽĂź dich und danke fĂĽr die nette BegrĂĽĂźung :partying_face:

Ich kenne die etwas älteren Analysen aus dem Kuketz-Blog bereits, danke. :pray:

An der Stelle nutze ich gerne die Gelegenheit zu erläutern, wieso ich das verbleibende “Google-Sendeverhalten” beider Systeme in der Praxis für absolut vernachlässigbar halte – erst recht wenn man es mit dem Auslieferungszustand des Fairphone vergleicht. Denn genau auf dieser Praxistauglichkeit beruht auch meine Aussage “Google-frei”, mit der der Artikel wirbt.

  1. Bei iodéOS haben die Entwickler:innen bereits nachgebessert und das Sendeverhalten nochmal deutlich reduziert bzw. die Einstellungsmöglichkeiten dafür verbessert.

  2. Meine Artikel bauen eine Brücke zwischen Menschen, denen Privatsphäre wichtig ist und der zugehörigen Technik. Ich unterscheide mich in diesem Punkt deutlich vom Kuketz-Blog, welcher aus meiner Sicht in vielen Punkten eine datenschutztechnisch sehr viel radikalere Sicht vertritt. Das macht vieles in meinen Augen umfangreicher, komplizierter und damit auch weniger praxistauglich. Denn die meisten Menschen da draußen haben eben keinen IT-Background.

Wenn ich ehrlich bin finde ich die IT-Anforderungen in meinem Artikel, der für “IT-affine Menschen” geschrieben wurde, bereits zu hoch. Vielmehr ist er aus dem Frust heraus entstanden, dass ich als Fachmann mein Fairphone zweimal (!) hart “gebrickt” habe und nach Frankreich senden durfte, bevor ich ein lauffähiges und Google-freies Android mit Root nutzen konnte. Diesen Ärger möchte ich anderen Menschen mit dem Artikel ersparen.

Da für mich Praxistauglichkeit an oberster Stelle steht, ist das “übriggebliebene Sende-Verhalten” für mich kein Grund, das Label “Google-frei” abzuschwächen, ohne noch tiefer in das “rabbit hole” hinabzusteigen. Erst recht nicht, wenn man es mit dem Auslieferungszustand des Fairphone vergleicht.

Denn am Ende geht es mir vor allem um eines: Menschen zu ermöglichen, die Türen von und zu Google sukzessive schließen zu können. Und hier hilft die Aussage “Google-frei” definitiv mehr als eine Aussage wie “Fast Google-frei”.

  1. Zu vorherigem Punkt gehört auch die Tatsache, dass normale Nutzer:innen sich auf einem 100% Google-freien Android vmtl. weiterhin Apps wie die der Deutschen Bahn installieren werden, welchen wiederum eigene Tracker oder sogar Google-Firebase und Konsorten mitbringen. Damit erzeugt die Nutzer:in erneut (unwissend) “Google-Sendeverhalten”, was ohne Root + Appmanager oder Apps wie RethinkDNS garnicht zum Schweigen gebracht werden kann.

Ich hoffe es ist jetzt etwas klarer, wieso ich das Label “Google-frei” verwendet habe und es auch nach deinem Hinweis, für den ich dankbar bin, weiterhin tun werde.

Zu deiner Frage:
Korrekt, es bietet sich stets an, erst einmal in das System zu booten und zu prüfen, ob der Start funktioniert und ob die “OEM-Entsperrung” weiterhin aktiv ist.

In meinen Tests (auf denen das Diagramm beruht) konnte ich nach dem ersten Boot von murenaOS bzw. /e/OS und iodéOS feststellen, dass get_unlock_ability auch weiterhin auf 1 gesetzt war. Unter diesen Umständen ist das Sperren des Bootloaders gefahrlos möglich, weil man ihn eben auch wieder entsperren kann, solange das Flag gesetzt ist.

Da das Sperren / Entsperren des Bootloaders das Gerät aber jedes Mal auf Werkseinstellungen zurücksetzt, sollte man sich vor der Einrichtung entscheiden, welchen Weg man wählt.

Übrigens ist der Thread, auf den du dich beziehst, für das Fairphone 4 und bezieht sich außerdem auf das Stock-ROM, nicht auf die beiden Systeme murenaOS bzw. /e/OS oder iodéOS, auf die sich mein Diagramm bezieht. :wink:

Lieber GruĂź
Christian

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Und das macht es inwiefern irrelevant oder sogar falsch?

Es ist gut wenn das deine Erfahrung ist, ich denke immer “better safe than sorry” und gehe von daher lieber auf Nummer sicher und folge der Empfehlung nicht ins System zu booten, wenn der Bootloader gelockt werden soll, egal ob FP4 oder FP5 oder welches ROM. Es kann soviel reinspielen, nicht richtig gelesen werden etc pp, das ein Brick wie du selbst erfahren hast, recht einfach zu erlangen ist…

Ich verstehe warum du und auch viele andere die Systeme als Google-frei bezeichnen. Fakt ist dennoch, es ist nicht Google frei.

So oder so, dein Artikel, deine Ăśberschrift und danke fĂĽr diese sehr ausfĂĽhrliche Anleitung und auch dein Angebot anderen zu helfen.

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Das macht es weder falsch, noch irrelevant.

Ich hab es schlichtweg nicht mit dem Stock-ROM getestet, da ich bei meinen “Tests” von den Google-freien Systemen nie auf das Stock-ROM zurückgekommen bin. Und ich wüsste nicht, wieso man in einem Artikel zu (Google-)freien Systemen den “Rückweg” zum Stock-ROM beschreiben sollte. Erwarten würde ich ihn darin jedenfalls nicht. Und auch wenn ich mit den roten “Warnungsboxen” mehr als ausführlich darauf hingewiesen, worauf man achten sollte, bevor man den Bootloader wieder sperrt, besteht natürlich immer ein gewisses Restrisiko :stuck_out_tongue_winking_eye:

Bei einem System, was federführend von diesem Unternehmen entwickelt wird (auch wenn es Open Source ist), würde ich nichtmal ein 100% “Googledienste-freies” System als “Google-frei” bezeichnen. Denn mit dem Wort ist überhaupt nicht klar, welchen “Scope” es abdeckt. Ich nehme an, du sprichst von “frei von Google-Diensten” und Kontaktaufnahme zu Google-Servern – das ist aber sicher nicht das Einzige, was potentielle Leser:innen sich unter “Google-frei” vorstellen werden. Manche werden bereits ein System ohne Google-Apps für Google-frei halten, obwohl die Google-Play-Dienste im Hintergrund nach wie vor installiert und aktiv sind.

Ein Proxy- oder VPN-Anbieter wirbt ja auch mit “Anonymität”, die aber nur dann wirklich gewahrt ist, wenn ich auch Browser-Fingerprinting verhindere und weitere Methoden zur Verschleierung meines Endgerätes einsetze.

Die englischsprachigen Seiten nutzen beispielsweise das Wort “degoogled” – was wörtlich “entgoogled” heißen würde. Ob hier nun nur keinerlei Google-Dienste mehr enthalten sind, oder was genau das bedeutet, ist ebenfalls nicht eindeutig und kann auch hier unterschiedlich ausgelegt werden.

Von meiner Seite möchte ich der Diskussion kein weiteres Futter geben und überlasse es stattdessen jede:r einzelnen Person selbst, dieses Wort für sich zu definieren. Meinen Standpunkt und die Begründung für meine Wortwahl im Artikel habe ich ja schon klar auf den Punkt gebracht. :wink:

Gerne :pray:

Lieber GruĂź
Christian

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