đŸ‡©đŸ‡Ș Abschiedskolumne in SZ-Magazin

Die Kolumne und damit die Frau hat völlig recht. Fairphone hat ein halbwegs faires Smartphone beworben und angeboten und kein Smartphone fĂŒr Bastler oder Leute mit extrem hoher Frustationstoleranz. Ich selbst habe ein FP 1U und kann vor allem den Bericht ĂŒber die stĂ€ndigen GesprĂ€chsabbrĂŒche und die irrwitzigen Versuche den USB-Stecker zum Aufladen zu ĂŒberreden gut nachvollziehen. Ich kann damit leben, weil ich das GerĂ€t beruflich nicht unbedingt benötige. Ich könnte das Phone aber wirklich niemanden empfehlen, der es wirklich braucht. Und immerhin, die Kolumne zerreißt das Phone ja nicht in der Luft sondern lĂ€sst (immer noch) eine gewisse Sympathie erkennen.

5 Likes

Vielleicht ist ein refurbished Fairphone 2 etwas fĂŒr dich?

2 posts were merged into an existing topic: :de: EnttĂ€uschung ĂŒber Fairphone 1 End of Life Strategie

Was heißt refurbished in dem Fall?
Wie gesagt, mit Handy bin ich absoluter Technik-Legastheniker.

Computer is da wesentlich einfacher ^^

Refurbished ist eine ĂŒbliche Praxis. RĂŒcklĂ€ufer, zum Beispiel wegen nichtgefallen im den 14 Tagen, werden in der Fabrik geprĂŒft, gereinigt und eventuell mit Ersatzteilen repariert und dann mit voller Garantie verkauft. Dabei liegt der Preis unter den neupreis. Fairphone wird solche GerĂ€te bald undicht glaube zunĂ€chst exklusiv fĂŒr Besitzer des FP1 anbieten.

1 Like

Man kann dafĂŒr seine E-Mail-Adresse auf der extra Seite von Fairphone angeben, wenn man Interesse hat:

1 Like

Da scheint etwas in dem Kalender ziemlich arg verrutscht zu sein. Die ersten FP1 wurden am 23. Dezember 2013 und am 10. Januar 2014 ausgeliefert. Das wĂ€ren dann 3Âœ Jahre.

3 Likes

Da hat mich mein beschi**** ZeitgefĂŒhl gemobbt


die 3 1/2 sind natĂŒrlich richtig
 sorry x_x

1 Like

Eben - nur 3œ Jahre und schon am Ende.

2 Likes

4 posts were split to a new topic: Off-topic discussion about Inappropriate Sentence and post

Ein bißchen kann ich die Autorin ja verstehen. Wobei ich mit dem FP1 kaum Probleme hatte. Das FP2 macht bei mir mehr Probleme.
Aber beide sind besser als das S3, das ich mal hatte. Und ein Kumpel hat ĂŒber sein iPhone schon so sehr geflucht

Ich habe deshalb den Eindruck, dass man mit jedem GerĂ€t Pech haben kann, da nĂŒtzt die tollste Marke nix. Also bastel ich weiter an meinen Fairphones. Da kann ich mir wenigstens selbst helfen, wenn es Probleme gibt.

8 Likes

Ich finde auch dass sich hier eine Wagenbau-MentalitĂ€t breitmacht. Der Artikel ist nun wirklich nicht böse geschrieben, und das Verhalten der Autorin ziemlich vorbildlich: sie hat es mehrfach repariert, sie hat’s lange mit Macken ausgehalten.

Ich habe mir - dank Forum - vor kurzem ein Ersatz-Display besorgen können und will meins noch eine Weile verwenden. Aber mal ehrlich, hier muss man schon auf die Jagd gehen, um eines zu bekommen. Auf meine Such-Anfrage nach dem Display hat sich bei mir jemand gemeldet, der ein USB-Problem hat und den Rest gern gehabt hĂ€tte. Ich habe das Display bekommen, weil ich jemanden angeschrieben habe, der vor lĂ€ngerem eines mit USB-wackler verkaufen wollte. Das ist doch kein Zustand fĂŒr einen Normalnutzer. Ich habe wochenlang ein völlig zerstörtes Display am Telefon gehabt und konnte mir das leisten, weil ich das Ding aktuell kaum brauche. Nur zwei Wochen vorher war ich völlig darauf angewiesen - wenn es mir vorher kaputt gegangen wĂ€re, hĂ€tte ich jetzt wahrscheinlich schon ein anderes GerĂ€t und wĂŒrde auf keinen Fall wieder zurĂŒck zu meinem FP1 wollen: die Macken vermisst man nicht.

Wenn man im Alltag zunehmend Ärger hat, dann tragen Ideale irgendwann nicht mehr - aber Idee und Ideale hinter FP sind nach wie vor prima.

4 Likes

Aber vom Durchschnitts-mineralien-ausgrÀber und vom Durchschnitts-gerÀte-zusammen-schrauber kann man schon eine gewisse LeidensfÀhigkeit erwarten?

Ich hab das schon mal woanders im Forum geschrieben - fĂŒr die meisten von uns hĂ€ngt am Fairphone vielleicht irgendwann einmal ein Notarztanruf. FĂŒr viele in der Herstellungskette von einer ganzen Menge unserer Elektronik geht es tĂ€glich ganz sicher um die Existenz. Nicht um hĂŒbsche Fotos, nicht um abgebrochene Telefonate, nicht um die verpasste Info wann die nĂ€chste SBahn fĂ€hrt.

Den Artikel selbst finde ich furchtbar.
Alle von der Elektronikherstellung betroffenen Themen werden so nonchalant abgehandelt, als ob es dabei um so ernsthafte Betrachtungen geht wie die Frage, ob man statt die Treppe zu benutzen mit dem Fahrstuhl fÀhrt. "Ich bin schwach, na und?"
Da hilft auch ein “Liebes Fairphone, du warst nur ein weiteres Ding in meinem Leben, dass mir meine Ohnmacht gegenĂŒber einer unfairen, umweltsĂŒnderischen ausbeuterischen Welt aufgezeigt hat” nicht mehr. Da gibt es die Mittel die uns die Demokratie gibt und ausserdem ist Bas van Abel glaube ich ein gewöhnlicher Sterblicher und hat ne ganze Menge geschafft auf die Beine zu stellen. Man kann aber auch wie die Autorin rĂŒckblickend amĂŒsiert ĂŒber die technischen SchwĂ€chen des FP1 schreiben und definitiv allen Lesern damit die Ausrede liefern, warum man bei solch einer weltfremden Spinnerei bloss gar nicht mitmachen braucht. Dabei kĂ€me es genau darauf an - dass ganz viele mitmachen. Dann gĂ€be es auch einige der Probleme nicht mehr, beispielsweise Ersatzteilknappheit wegen zu geringer Chargen.

Und hier hĂ€tte der Artikel deutlich mehr bringen können. Anstatt in der spöttischen Sprache eines SpĂ€tteenagers zu verharren und irgendwas von Dantes neun Kreisen der Hölle und Herztransplantation zu faseln, hĂ€tten die ZusammenhĂ€nge recherchiert werden können, warum Fairphone mit einem lizensierten Modell so viele Probleme hatte. Man hĂ€tte die ErklĂ€rungen zum Thema in Fairphones Blog und im Forum untersuchen, korrigieren, ergĂ€nzen können. Man hĂ€tte recherchieren können wo Fairphone zu naiv, zu kĂŒhn, zu schlecht oder nicht offen genug war. HĂ€tte halt Arbeit gemacht und Geld gekostet. Dann doch lieber ein hingerotzter Artikel fĂŒrs Lifestyle-Magazin, ein paar Klicks wird er schon bringen - oder welche Absicht hat der Artikel? Und dann nicht mal eine Kommentarfunktion.

10 Likes

@maik: Vielen Dank fĂŒr diesen Kommentar, du sprichst mir aus der Seele.

2 Likes

Falls du mir das unterstellst, fÀnde ich das etwas unfair, das habe ich nÀmlich an keiner Stelle gesagt. Und auch gegen die Autorin liefe der Vorwurf ins Leere - auf der reinen Handlungsebene hat sie fast ALLES getan, ihr FP1 so lange es geht zu nutzen. Einzige Ausnahme: Sie hat vielleicht nicht versucht, auf obskuren Wegen an ein gebrauchtes Display zu kommen. Im Ernst: Wer das von JEDEM in ihrer Situation verlangt, lebt wirklich in einer Parallelwelt. Aber sie hat wohl den Fehler begangen, selbst bei schlimmen Funktionsfehlern nicht auch noch in FreudentrÀnen auszubrechen, so wie es als innere Einstellung hier von einigen wohl verlangt wird.

Davon abgesehen scheinst du wie so viele hier einem Irrtum zu unterliegen: Nur weil das Fairphone das Wort “fair” im Namen trĂ€gt, heißt das noch lange nicht, dass es auch fair ist. Anders gesagt: Bei den allermeisten der seltenen Erden u.Ă€. wurden genau dieselben Quellen verwendet wie bei allen anderen Smartphones auch. Und selbst bei den drei Rohstoffen, bei denen es zum GlĂŒck gelungen ist, schlimmste Bedingungen auszuschließen: Friede, Freude, Eierkuchen wird in den betreffenden Minen usw. auch nicht vorherrschen. Insofern braucht man sich als FP-Besitzer meiner Meinung nach fast nichts einzubilden auf seine moralische Überlegenheit. (Was fĂŒr mich nicht bedeutet, dass es sinnlos wĂ€re, ein FP einem anderen phone vorzuziehen.) Wenn einem das Wohl der Minenarbeiter ĂŒber alles geht (eine legitime Haltung), darf man auch immer noch kein Fairphone kaufen.

Als letzter Punkt: Wer als Kind in der Mittelstufe mal in den Genuss eines Fachmoduls Medienkunde gekommen ist, kann einen Zeitungsartikel oder eine Reportage von einer Kolumne unterschieden. Letztere ist ein Meinungsbeitrag und braucht kein bierernstes seitenlanges AbwÀgen aller möglichen Standpunkte zu liefern - es ist in einer solchen sogar deplaziert. Beides hat seinen Platz in einer interessanten und unterhaltsamen Zeitung. Es ist jedenfalls völlig am Ziel vorbeigeschossen, wenn man der Autorin vorwirft, sie habe zu wenig Fakten geliefert.
Die Diskrepanz zwischen moralischem Anspruch des FP1 und seiner FunktionsfĂ€higkeit in vielen FĂ€llen bietet genug Raum fĂŒr einen humorvollen Umgang damit. Humor ist jedenfalls ein bewĂ€hrtes Mittel, um mit den WidersprĂŒchen des Lebens umzugehen. Wenn das FP kein Produkt ist, das mit vielen WidersprĂŒchen behaftet ist, weiß ich es auch nicht mehr.

An diesem Thread merkt man es auf jeden Fall: Einige sind derartig von der Sache FP ĂŒberzeugt, dass sie jeden Beitrag liken, der sich gegen die Autorin wendet, auch wenn er völlig haltlos ist. Argumente sind da wurscht, Hauptsache die Haltung stimmt.

6 Likes

Das ist jetzt aber auch nicht ganz fair und wird der Replik von @maik nicht wirklich gerecht. Wenn man beispielsweise dieses Zitat nimmt

dann macht das sehr wohl deutlich, dass - nach meiner EinschĂ€tzung deutlich mehr als 95% - die meisten im Forum (das) Fairphone durchaus kritisch sehen. Auch die von der Autorin genannten Probleme wĂŒrde wohl keiner der hier im Forum auch nur eine halbe Stunde durchgeblĂ€ttert hat in Abrede stellen.
Kritisiert wird nur - und da kann ich zustimmen -, dass die Autorin in einer solch auflagenstarken Tageszeitung eben keinen ErklĂ€rungsansatz liefert. Wer jetzt nur diese Kolumne liest oder durch diese ĂŒberhaupt erst auf das Fairphone aufmerksam wird, der erfĂ€hrt halt lediglich, dass es sich um ein Telefon handelt, um das man lieber einen Bogen macht.
Einen Anstoß sich mit dem Thema zu beschĂ€ftigen und das Produkt und dessen weitere Entwicklung zu beobachten gibt es halt nicht.
Ist fĂŒr eine Kolumne natĂŒrlich Ok so, muss man deswegen aber nicht gut finden. Schließlich torpediert es ja eine Sache, die offensichtlich auch der Autorin nicht unwichtig ist.
Just my 2 cents und warum ich den Beitrag von @maik geliked habe. :slight_smile:

1 Like

[quote=“Alfonso_Muskedunder, post:37, topic:31412”] [Eine]
Kolumne [
] ist ein Meinungsbeitrag und braucht kein bierernstes seitenlanges AbwĂ€gen aller möglichen Standpunkte zu liefern - es ist in einer solchen sogar deplaziert.
[/quote]

Genau das dachte ich, war ich aber zu faul zu schreiben. Danke!

2 Likes

Im Fairphone 1 waren “nur” Zinn und Tantal konfliktfrei (also zwei Rohstoffe).

Einerseits sollte man sich bei einem Produktkauf nicht nur auf eine Kolumne auf einer Webseite verlassen. Andererseits stimme ich zu, dass man ruhig auf die Erungenschaften Fairphones im Vergleich zu anderen Elektronikunternehmen hinweisen kann. Das wird ja bei der Kolumnistin auch eine Rolle gespielt haben, als sie das FP1 gekauft hat. Ansonsten wĂ€re sie sowieso schlecht beraten gewesen, denn ein unkaputtbares Handy, fĂŒr das man nach 3,5 Jahren noch offizielle Ersatzteile bekommt, ist das FP1 nicht.

Sehe ich auch so! Manchmal hilft es aber auch, die hohen Erwartungen zum moralischen Anspruch zurĂŒckzuschrauben, denn das FP1 war und ist nicht perfekt. Dann wird der Raum fĂŒr Humor kleiner und man kann reflektierter mit der Situation umgehen. Seit ich mein FP1 im Zug liegen gelassen habe, und außerdem wegen des Praktikums weniger Zeit im Forum verbringe, habe ich auch einen Schritt zurĂŒck machen können und kann das FP1 jetzt differenzierter betrachten. Im Vergleich zu dem Samsung GT-E1050 konnte es aber trotzdem mehr. Vor allem kann ich mit diesem hier aus irgendeinem Grund keine SMS im Roaming versenden


Auf der anderen Seite ist mein Blickwinkel wahrscheinlich verzerrt, weil ich mit dem #efct17 und den Austrian Fairphoners einfach(er als die Kolumnistin) die Möglichkeit gehabt hÀtte, an FP1-Ersatzteile zu kommen. Man tauscht da einfach zusammen, was man kann.

1 Like

Auch das FP2 ist nicht perfekt. Humor ist ein gutes Mittel. Vielleicht muss es auch perfekt sein, nicht das schnellste und beste und kompakteste sowieso nicht.
Ich glaube das ist fĂŒr viele auch OK. Unsere AnsprĂŒche sind sehr hoch, wir wollen GerĂ€te haben, die nicht nur funktionieren, sondern auch noch Spaß dabei machen. Ich glaube der kann von vielen Richtungen kommen, bei Fairphone 2 zum Beispiel daher, dass man ein Unternehmen unterstĂŒtzt das vieles besser macht und einen Finger in eine Wunde legt, die wir gerne ausblenden. Dazu noch die ModularitĂ€t und schon kann dir Benutzung genauso befriedigend sein, wie bei einem iPhone, dass seinen Reiz aus der ĂŒber die Jahre perfektionierte Hard- und Software zieht. FĂŒr beides gibt es Raum. Wichtig ist aber auch: Wir verlassen uns auf unsere Smartphones und sie mĂŒssen zuverlĂ€ssig funktionieren, von vorhersehbarer Akkulaufzeit ĂŒber Erreichbarkeit und Telefonie, ZuverlĂ€ssigkeit und StabilitĂ€t des System: Dort machen wir keine Kompromisse und das zu recht.
Der Autorin hat das FP1 eine schwere Zeit gebracht und wenn ich hier im Forum schaue, ist auch das FP2 noch nicht frei von Problemen in diesen Basisanforderungen. Ich zum Beispiel kann in der Öffentlichkeit schwer telefonieren, weil es soooo laut ist.
Es muss auch hier im Community Forum möglich sein, sowas zu Ă€ußern. Und erst recht in einer Kolumne. Die Pflicht Fairphone als Produkt zu erklĂ€ren liegt nun mal nicht bei der Autorin.

2 Likes

Da wĂŒrde hier wohl auch keiner widersprechen.
Es gibt ja einen ganzen Thread in der Richtung, der mit einem der Kolumne Àhnlichen Posting angefangen hat:


In der SZ kann man halt nicht kommentieren. Da steht dann “Abschied von einer guten Idee” schon in der Überschrift und Ich kaufe mir ein gĂŒnstigeres, eines, bei dem alles funktioniert. am Ende der Kolumne.
Und das ist halt Ă€rgerlich, weil es den Eindruck vermittelt, als ginge die gute Idee nicht mit einem funktionierenden Telefon einher, wĂ€hrend alle anderen billigen Telefone keine Probleme machen. Wenn das neue Billighandy die Dame nach 18 Monaten und 2 StĂŒrzen auf den Boden im Stich lĂ€sst, dann mache ich jede Wette, dass das keine Kolumne wert ist, weil man das schulterzuckend hinnimmt und einfach ein neues Telefon kauft.
Und da ich in der Familie schon 2 funktionierende FP1 (first batch) habe, ist das mit den Problemen glĂŒcklicherweise nicht der Regelfall und schon gar nicht auf Fairphone beschrĂ€nkt (wenn auch vielleicht dort hĂ€ufiger).
Bei einem iPhone oder jedem anderen hÀtte sie vermutlich keine Kolumne verfasst; weil das eben nur Telefone sind.

6 Likes